Freitag, 21. Oktober 2011

Kewil ("Politically Incorrect"): blind oder blöd? Oder Herr Zimmermann?

Wahrscheinlich alles. 


Ja Servus,

ist ja beruhigend, dass kewilstilzchen offenbar beim "Lynchmord" an Gaddafi dabei war, und daher ganz genau weiss, dass es tatsächlich ein "Lynchmord" war, wie er in diesem Artikel behauptet. Zugegeben: möglich ist es. Aber offiziell stehen die Todesumstände des früheren libyschen Diktators noch gar nicht fest. Es kursieren nämlich mehrere Versionen.


Und diese Versionen werden von der deutschen Presse auch mehrheitlich so wiedergegeben - es kann also von "Verschweigen" gar keine Rede sein. Und auch von "Lynchmord" als möglicher Version ist in der deutschen Presse die Rede. Ja, kewilchen...wirklich.

Ein paar Beispiele:

1) Der "SPIEGEL". Er spricht von "Lynchmob"


2) Die "WELT". Auch hier spricht man vom möglichen "Lynchmord"


3) Die "FAZ" schreibt von "unklaren Todesumständen", schliesst also einen Lynchmord nicht aus


4) Beim neuen Feindbild von PI, der "Frankfurter Rundschau", wurde Gaddafi aus nächster Nähe erschossen. Und man vermutet eine "Hinrichtung".


5) In der "Süddeutschen Zeitung" wird von Zweifeln an den Todesumständen berichtet. Eine Hinrichtung wird also nicht ausgeschlossen.


Angesichts dieser erneuten haarsträubenden kewil-Absonderung bei PI fragen wir uns, welche Presse Herr von und zu kewil eigentlich meint, die da was "verschweigen" könnte.
Wahrscheinlich eine Obstpresse. 
Oder eine Müllpresse. 
Oder eine Beinpresse.
Jedenfalls nicht die deutsche Presse. Siehe oben.

Da kewilstilzchen geradezu weinerlich dem Despoten Gaddafi hinterherwinselt und so empört auf dem "Lynchmord" an ihm besteht, fragen wir uns, was er damit eigentlich bezwecken will. Schliesslich war der Gaddafi ja Moslem (!), und schon deshalb einer der bösen auf der Welt. Wie passt das bitte zusammen?

Aber darauf wollen wir hier gar nicht näher eingehen. Es sei nur eine erstaunliche Parallele zum rechtsradikal-rückwärtskatholisch-antijudaistischen Hetzblog "kreuz.net" aufgezeigt: die neben ihrer gewohnten Hetze gegen liberale Katholiken, Juden, Homosexuelle und andere Bevölkerungsgruppen immer wieder aus Gaddafi-Reden zitierten...und diese als eigene Artikel einstellten. Ist kewil also auch Gaddafi-Fan, so wie die Jungs (!) von "kreuz.net"?

Was dabei rauskommt, wenn man bei "kreuz.net" nach dem Stichwort "Gaddafi" sucht
Die roten Hervorhebungen sind von uns

Na, kewilstilzchen: stammt von "kreuz.net" Dein Stallgeruch? Wortwahl und  Temperament deuten ja ebenfalls darauf hin! Und dass Du ein Judenfeind bist, wissen wir ja inzwischen auch.

Welches Autoren-Pseudonym hast Du denn bei kreuz.net? Vielleicht Anael, Atzmon oder El Greco? Das sollen die Pseudonyme des "kreuz.net"-Autors Dirk Zimmermann sein...der wie Du ein Schwabe ist. Und ein bekannter Neo-Nazi und Holocaust-Leugner.
Was dagegen spricht: Zimmermann macht mehr Rechtschreibfehler.
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"Lieber" Herr Herre...sind Sie eigentlich inzwischen vom Verfassungsschutz eingekauft? Sind Sie jetzt einer von uns? Und lassen kewilstilzchen diesen unwahren Mist verbreiten, um damit PI vollends unglaubwürdig zu machen, noch weiter nach rechts zu rücken? Noch an den rechtsradikalen Piusbrüdern vorbei, sogar an Udo Pastörs vorbei, direkt hin zu kreuz.net und dem Rassenwahn von "white pride"? Und damit PI endgültig in die Internet-Abfalltonne zu schreiben?
Wollen Sie PI plötzlich dichtmachen wie die Schweden oder langsam verblassen lassen?

Anders können wir uns das nicht erklären, dass Sie ihn Artikel schreiben lassen, die einfach sachlich falsch sind, von der Nähe zur "Kreuz.net"-Diktion einfach mal abgesehen. Sachlich grundfalsch - unabhängig davon, ob man nun die bösen Moslems so hasst wie Sie, Ihre "Autoren" oder Ihre Kommentatoren.

So long

Der Falke

Dienstag, 18. Oktober 2011

Endlich: Das Ende von PI

Ja wirklich: am 23. Oktober 2011 wird der letzte Blogbeitrag erscheinen.
Zumindest in Schweden.


Ja Servus,

da trauten wir unseren Augen ja kaum: "Politically Incorrect" macht dicht! Schreibt die taz. Wir schauen nach: und richtig. Sie schreiben es selbst (dafür reicht unser schwedisch gerade noch).


Was auffällt, sind die Parallelen zum deutschen "Politically Incorrect": auch dort wird, wie im taz-Artikel aufgeführt, rigoros alles aus den Kommentaren weggekillert, was nicht in den "rechten Mainstream" der massiv gepushten Partei "Die Freiheit" passt. Und das, obwohl man nach aussen offiziell eine "pluralistische Meinungsbildung" kommuniziert.
Kommentatoren und Autoren, die andere Parteien bevorzugen oder Kritik üben, werden regelrecht "ausgesperrt". Dies kam öfter vor, wie zuletzt beim "Autorenteam Quotenqueen", welches die mit ehemaligen NPD-Kadern durchsetzte PRO-Bewegung bevorzugt. Merkwürdigerweise ist der PI-Artikel, in dem sich "Quotenqueen" vor kurzem angesichts des Debakels der Neuen Rechten in Berlin für die PRO und gegen "Die Freiheit" stark machte, gar nicht mehr zu finden. Und andere "Quotenqueen"-Artikel auch nicht mehr...schöner "Pluralismus".

Tja...DAS wird dann also gelöscht. Rassistische und gewaltverherrlichende Kommentare aber...dafür hat man ja dann keine Zeit mehr, wie Herr Herre im "stern"-Interview geruhte mitzuteilen ... wobei man sich da wiederum fragen muss, woher er das weiss ... schliesslich hat er den Blog ja in "...unbekannte Hände..."abgegeben...für WIE blöde halten die uns eigentlich?!?

Als Grund für den Rückzug des schwedischen PI-Ablegers wurde genannt, man habe "...die Lust..." verloren. Als wahrer Grund wird vermutet, dass sich die Schwedendemokraten nach dem Parlamentseinzug in der Abgrenzung von dumpfster Ausländerhetze und Gewalttaten (Oslo!)  immer schwerer taten.
Nun ja: dass die "...Lust vergeht...", davon ist beim deutschen PI-Zweig angesichts der Fokussierung auf fundamental-christliche Dreckschleudern wie kewil und dogmatisch Verblendete wie Michael Stürzenberger kurzfristig nicht auszugehen.

Aber: kommt Zeit, geht PI.

Denn: wir jedenfalls werden damit weitermachen, ihnen die "proisraelische", "pluralistische" und "demokratische" Maske vom Gesicht zu reissen. Sie machen es uns auch immer einfacher, weil sie immer schriller und immer radikaler werden, und ihre wahre Fratze dadurch immer weniger verbergen können. 

Und diese Fratze ist 
- frauenfeindlich
- ausländerfeindlich
- europafeindlich
- judenfeindlich
- demokratiefeindlich
So long

Der Falke

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Von "St. Pius X." zu "St. PI"

Wird Papst Pius X. der Schutzheilige von PI?


Ja Servus,

sie haben es schon wieder getan:

auf unserem "Lieblingsblog" Politically Incorrect erschien schon wieder ein Artikel zum Thema "Pius-Bruderschaft". 

Naja: Artikel ist zuviel gesagt. Das hiesse ja, dass man sich mit einem Sujet beschäftigen würde. Das tut man aber nicht. Man beschränkt sich lediglich darauf, einen offenen Brief des deutschen Führers Distriktoberen des rückwärtsgewandten, judenfeindlichen, chauvinistischen und rechtsradikalen Altkatholikenhaufens "Pius-Bruderschaft", "Pater" Franz Schmidberger, abzudrucken.

Pater Franz Schmidberger

Und im Gegensatz zu uns schreibt man bei PI nicht umgangssprachlich inkorrekt von der "Pius-Bruderschaft", sondern man schreibt politisch vollkommen korrekt (also quasi incorrectly incorrect) den korrekten Namen der Vereinigung völlig korrekt ganz aus: "Priesterbruderschaft St. Pius X.". Applaus!

Dieser abgedruckte Brief ist an den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, gerichtet. Und soll eine Antwort sein auf dessen Antisemitismus-Vorwürfe an die Pius-Bruderschaft - ähm, die "Priesterbruderschaft St. Pius X.", wie es politically correct heissen muss.

Auf den Inhalt des offenen Briefes, der krude genug ist, gehen wir hier gar nicht ein. Sondern darauf, 
- warum zum Teufel "Politically Incorrect", ein Blog, der als Fan-Blog von George W. Bush entstand und der heute in der Öffentlichkeit als "Sprachrohr der Islamkritik" wahrgenommen wird (ob er das auch IST, ist eine ganz andere Frage), für die als Judenfeinde bekannten Piusbrüder so nachhaltig trommelt,
- und warum es "PI" noch immer wagt, sich angesichts der vielen judenfeindlichen Aspekte, Artikel und Werbekunden, und der rechtsradikalen und faschistoiden Züge und Bezüge verschiedener Autoren sich selbst als "Israelfreundlich" zu bezeichnen,
- und warum inzwischen auf "PI" und der als judenfeindlichen und rechtsradikal bekannten Altkatholikenwebweltnetzseite "kreuz.net", für die erwiesenermassen auch NPD-Autoren schreiben und die (wie PI auch!) inzwischen im juristisch unerreichbaren Ausland gehostet wird, die thematisch gleichen Artikel erscheinen. Und zwar mehrfach.

Zum Punkt 1. Das Trommeln

PI schreibt nun schon den sechsten Artikel zum Thema "Piusbruderschaft", und immer sind sie lobhudelnd. Keiner der Artikel setzt sich kritisch mit deren klar judenfeindlichen Positionen auseinander, auch deren Frauenbild und deren quasi abwesendes Demokratieverständnis ist den selbsternannten "Schützern von Demokratie, Redefreiheit und Menschenrechten" von PI irgendeine Zeile wert.

1a. Judenfeindlichkeit
Dabei ist bekannt, dass die "Brüder" eine vom Kopf her judenfeindliche Einstellung haben. Belege: 
- Der Gründer Lefebvre schrieb 1985 an den damaligen Papst, die Feinde der Kirche seien Juden, Kommunisten und Freimaurer.
- Die belgische Webseite "Joods actueel" zitierte von der amerikanischen Webseite der "Brüder", wonach "...das internationale Judentum..." die christlich-katholische Ordnung zerstören wolle, und ausserdem sei "...das Geld, die Medien und die internationale Politik in den Händen der Juden..."
- Deutschland-Chef Schmidberger bezeichnete in einem Schreiben von 2008 die Juden als "Gottesmörder". Diese Aussage steht, auch wenn er dies später relativierte, und die heute lebenden Juden von dieser "Schuld" ausnahm (!) - wie gnädig. 
- Von dem verurteilten Holocaustleugner Williamson müssen wir wohl kaum reden...aber auch als er noch nicht von der Bruderschaft ausgeschlossen war, faselte er davon, dass die Juden das Christentum unterwandern würden, leugnete den Holocaust, bezeichnete ihn als "Erfindung der Juden" und zweifelte die Gaskammern von Auschwitz an. Und das bereits im Jahre 1989 (!).  Aber damals warf ihn niemand raus. Im Gegenteil.
Da gibts noch viel mehr, aber das ergibt doch schonmal ein klares und stringentes Bild der braunen Brüder.

1b. Das Frauenbild
Das Frauenbild der "Brüder" (nicht Schwestern!) kommt auch wunderbar deutlich in folgenden Aussagen zum Vorschein:
- Schmidberger selbst ist gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Und zwar nicht nur kirchlich, sondern auch gesellschaftlich. Wörtlich sagte er: "...[Wir brauchen]...Frauen, die Frauen sind und Frau sein wollen, das heisst Gehilfin des Mannes und Mutter der Kinder."
- Und auch Freund Williamson stösst ins gleiche Horn. Schon im Jahre 2000 verkündete er, dass "...kein Mädchen zur Universität gehen sollte...Man braucht keine Universität...[um das zu lernen, was Mädchen brauchen]...zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe."
Liebe Frau Schwarzer: bevor Sie Allianzen mit der sexistischen BILD eingehen, um Vorverurteilungen für mutmassliche Vergewaltiger zu erreichen, wäre hier doch eher ein Betätigungsfeld für Sie, oder? Bevor man sich um die Rolle der Frau im Islam Sorgen macht: das hier sind keine Taliban! Das sind Kerle in "christlicher Tradition", die Frauen zu Menschen zweiter Klasse machen, Frau Schwarzer.

1c. Das Gesellschaftsbild
Und jetzt mal ganz langsam und zum Mitschreiben: die Pius-Bruderschaft lehnt ganz offiziell die allgemeine UN-Menschenrechtscharta ("Allgemeine Erklärung der Menschenrechte") ab. Sie sei die "Quelle des Atheismus". Gleichzeitig lehnt man einen laizistischen Staat ab, und fordert statt dessen eine "christliche Gesellschaftsordnung", in der die Todesstrafe gälte, und Gotteslästerung wieder ein Straftatbestand sei. 
Na sowas? Das wäre ja ein veritabler Gottesstaat! Wie im Iran!

Und DAFÜR trommelt ausgerechnet PI? 
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Zum Punkt 2. Die "Israelfreundlichkeit"

Ist eigentlich ein Blog, 
- der sich für diese "Bruderschaft stark macht, 
- dessen Hauptautor Stürzenberger sich bei rechtsextremen Holocaustleugnern, dem NPD-Blatt "Deutsche Stimme" und Geschichtsrevisionisten bedient (so dass man sich fragt, was der den ganzen Tag liest, dass er diese Dinge überhaupt parat hat!),
- dessen Hauptautor "kewil" Juden die Fähigkeit abspricht, Staatsbürger eines anderen Landes als Israel zu sein
- der regelmässig den Zentralrat der Juden attackiert
- der Werbung schaltet, die direkt zu "14 words", "aryan nation" und der "Überlegenheit der weissen Rasse" führt
 noch "israelfreundlich"?

WOHL KAUM!

Edit: der monatelang vorhandene Link des Werbebanners zur rechtsextremen "Antenne der Freiheit" ist seit zwei Tagen plötzlich verschwunden. Naja: wir haben ja oft genug drauf hingewiesen.


Banner der rechtsradikalen Webseite "Antenne der Freiheit", 
mit dem auf "PI" monatelang geworben wurde.
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Zum Punkt 3. Die Parallelen zu "kreuz.net"

Für den noch weiter rechts als "die Brüder" stehenden Blog "kreuz.net" schreiben NPD-Mitglieder und noch schlimmere Zeitgenossen. Zum Beispiel:

- Hitler-Verehrer und Judenhasser Gregor Heller
- Dirk Zimmermann, Neo-Nazi und Holocaustleugner aus Heilbronn
- Bernhard Paul Becker, Neo-Nazi aus Jena, verurteilt wg. Volksverhetzung
- Peer Knörich, Holocaustleugner
- Jürgen Graf, Holocaustleugner, nach Moskau geflohen
- Regina Wilden von Pro Köln
- Martin Humer, Holocaustleugner (vor kurzem verstorben)
- und so weiter und so fort...

Wie kann es dann sein, dass sowohl PI als auch kreuz.net fast zeitgleich Artikel fast deckungsgleichen Inhaltes bringen? Und es in beiden um die Piusbrüder geht?

Beispiel 1
Kreuz.net: http://www.kreuz.net/article.14017.html
PI: http://www.pi-news.net/2011/10/piusbruder-weisen-graumann-vorwurfe-zuruck/

Beispiel 2
Kreuz.net: http://www.kreuz.net/article.13774.html
PI: http://www.pi-news.net/2011/08/kampf-gegen-piusbruder-schule-immer-grotesker/
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Und obwohl es schon schlimm genug ist, für die Piusbrüder in ihrer ganzen widerwärtigen Grundeinstellung zu trommeln: fast noch schlimmer ist es, sich als Plattform für deren Positionen redaktionell absolut unkommentiert zur Verfügung zu stellen. Wie mit diesem unsäglichen Schmidberger-Brief.
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Epilog:
Komme mir noch einer damit, es ginge bei PI um Islamkritik, um die Wahrung der Demokratie und um "Freiheit". 

Blödsinn! 

Es geht um
- Fundamentalkatholizismus, oftmals noch konservativer als Ratzinger
- Die "genetische Reinheit" des Deutschen Volkes (was auch immer das ist), und damit Rassismus durch die Hintertür. Gegen ALLE Ausländer, zumindest die mit dunklen Augen, gegen Muslime, und ... auch gegen Juden als religiöse Gruppe.
- Unterdrückung der Frau (Frau Schwarzer und Frau Röhl: es ist Zeit, sich von PI zu distanzieren!)
- gesellschaftlicher nationalkonservativer Roll-Back
- wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Libertarismus am Rande der Anarchie


Und die intellektuellen Vorturner einer wie auch immer gearteten Islamkritik, wie Günter WallraffRalph Giordano oder auch Henryk M. Broder, und in ihrem Windschatten veritable Journalisten, Kabarettisten und Politiker wie Bettina Röhl, Vince Ebert und Vera Lengsfeld, lassen sich vor einen Karren spannen, dem sie vor kurzem oftmals noch selbst die Pferde geklaut haben. Hirnrissig!

Ganz ehrlich:
Da ist mir ein Udo Pastörs lieber als diese PI-Macher vom Schlage eines kewil, Stürzenberger oder Herre. Der Pastörs ist ein offener Rassist und ein Anti-Demokrat, mit Ecken und Kanten. Mit dem kann man sich wenigstens auseinandersetzen.

Aber diese PI-Verbrecher
- setzen sich frech eine demokratische Maske auf,
- bedienen längst überholte Vorurteile,
- tragen Feigenblätter wie ihre plakative Israelfreundlichkeit vor sich her und
- reiben sich die freiheitliche Vaseline auf die Haut, um immer glitschig wie ein Aal alle argumentativen Klippen umschiffen zu können.

Und beschimpfen ihre Gegner als das, was sie am Ende selbst sind: 
- Chauvinisten
- Faschisten
- Rassisten
- Anarchisten
Und ihre demokratische Tarnkappe funktioniert so gut, dass selbst der Verfassungsschutz sich blenden liess. Hoffentlich ändert sich das bald: unsere Informationen gehen immer in Kopie an mit uns in Verbindung stehende MdB und MdL.

So long

Der Falke




P.S.: Uns wurde vor kurzem vorgeworfen, wir wären von "Stasi" und "Tscheka" gesteuert. Mal ganz abgesehen davon, dass es diese Organisationen gar nicht mehr gibt:
Wenn es so wäre, würde das irgendetwas an dem, was Stürzenberger, kewil, Schmidberger oder Williamson äusserten und / oder schrieben, ändern?

Genau: Nö!

Sonntag, 9. Oktober 2011

"Italiener, Armenier, Juden und andere Nationalitäten"

PI ist "israelfeundlich". Ja klar. Und die Erde ist eine Scheibe.



Ja Servus,

wer noch irgendwie dran geglaubt hat, "PI" (www.pi-news.net) im Allgemeinen und Autorenattrappe kewil im Besonderen wären "israelfreundlich":

Mit diesem Artikel hat kewil, wegen seiner cholerischen Tiraden auch  "Dr. Tourette" oder "Rumpelstilzchen"  genannt, mal kurz die Maske fallen gelassen. Huch, nicht aufgepasst? Tja...die Tarnung ist nu hin, Kleiner. 

kewil ist ein Judenfeind. q. e. d.

Denn:

seit wann charakterisiert die Bezeichnung "Jude" eine Nationalität?
Die im Artikel verwendete Aufzählung "...Italiener, Armenier, Jude und andere Nationalitäten..." ist doch völlig verräterisch...legt sie doch dar, dass nach kewil's Meinung ein Jude weder Italiener noch Armenier sein kann. Und auch sonst kein Staatsangehöriger. Aha!

Denken wir das doch mal zu Ende. Für uns ergeben sich dann folgende Fragen:
- Welcher Nationalität war dann eigentlich ein Italiener jüdischen Glaubens, wie zB der Schriftsteller und Holocaustüberlebende Primo Levi? War der nun "Italiener" oder "Jude"? Beides zusammen geht ja nicht, was, kewil
- Welche Nationalität hat denn dann ein "Jude" eigentlich? Zwingend immer die israelische, auch, wenn er in San Francisco, Frankfurt oder Montréal lebt und noch nie in Israel war? Oder sind die alle heimlich staatenlos? Oder was?!? 
- Wenn also ein Jude kein Italiener sein kann, und auch kein Armenier und auch sonst kein Staatsangehöriger ist...dann kann er wohl auch kein Deutscher sein, was? Also ist zB Michel Friedman gar kein Deutscher? Und Henryk M. Broder und Ralph Giordano wohl auch nicht (wenn der Herre DAS liest!)? Und Hans Rosenthal war dann wohl auch auch keiner? Oder was ist mit 
- Charlotte Knobloch?
- Paul Spiegel?
- Felix Mendelssohn Bartholdy?
- Albert Einstein?
- Albert Ballin?
- die aktuell ca. 200 jüdischen Soldaten der Bundeswehr?
- die ca. 85.000 jüdischen Soldaten der deutschen Reichswehr im 1. Weltkrieg?
Alles keine Deutschen? Hä?

Die Zeiten, in denen Juden als ethnische Gruppe eingestuft wurden, und NICHT als Religions- bzw. Glaubensgemeinschaft, sollten doch eigentlich seit 1945 vorbei sein, oder? Wir hier freuen uns diebisch über diesen demaskierenden Satz. Ätsch, Kleiner: der Falke sieht  alles...auch, wenn es nur dieser eine Satz war. Falken haben nämlich GUTE AUGEN und ein Blickfeld von 220 Grad...ohne auch nur den Kopf drehen zu müssen!

Tja, Herr Herre: auf Ihre Stellungnahme hierzu wären wir sehr gespannt. Wir arbeiten weiter daran, dass Sie diese irgendwann mal vor einem deutschen Gericht abgeben müssen. Und zwar vor einem echten und demokratisch legitimierten Gericht ... und nicht vor Ihrem Volksgerichtshof-Klon Nürnberg 2.0.

So long

Der Falke




P.S.:  Was soll uns eigentlich der Satz "...Von Asterix dürfte niemand mehr abstammen..." sagen? Dass die Franzosen ein "Mischvolk" sind?

Du kleines cholerisches rassistisches judenfeindliches katholibanisches kewilchen...glaubst Du eigentlich, Du stammst von den "Germanen" ab? Oder etwa von den "Ariern"? Dann lass Dir mal folgendes sagen:
- In uns Deutschen mag zwar was Germanisches sein, aber in uns steckt auch so viel von Römern, Slawen, Hunnen, Skandinaviern und dem Rest der Völkerwanderung, das kann man gar nicht mehr auseinanderhalten. Und krieg jetzt keinen Schock, wenn mal kurz daran erinnert sei, aus wievielen Ethnien allein die römische Armee bestand...da war ja quasi ALLES dabei...
- Nur mal so am Rande: die "Arier" waren ein zentralasiatisches Hirtenvolk, wie alte heilige Schriften (Veden etc.) nahelegen. Die kamen NICHT aus Deutschland oder aus dem Norden Europas...DAS hat nur der NS-Chefrassist Hans F. K. Günther behauptet (auf den sich zB Herr Sarrazin bezieht...oder auch die NPD bei ihrer Definition des Begriffs "Rasse").
Und die "Arier" kommen auch nicht von Atlantis, auch, wenn das einige durchgeschossene Rechts-Esoteriker noch immer glauben. Von den antiken Ariern stammen u. a. die Perser ("Iran" = "Land der Arier"), Inder, Pakistani und Paschtunen (also auch die Taliban...hihihi) ab. Du nicht, mein kleiner giftender Freund. 
Okay?


Samstag, 8. Oktober 2011

Wie blöde Neo-Nazis sind


"Die Regeln gelten für andere, nur nie für uns"


Ja Servus,

nachdem es derzeit auf unseren "Lieblingsblog" PI-news.net (verdientermassen) von allen Seiten einprasselt, packt uns ja fast das Mitleid. Da wir aber konsequent sind -was anderes fruchtet ja nix in der "Erziehung" der politisch inkompetenten - machen wir trotzdem weiter.

Die klar braun-rechten Bezüge, die von PI-Autoren, Kommentatoren und Werbekunden immer wieder verwendet werden, waren schon öfter Thema bei uns, und auch beim Politblogger. Unter anderem bezog sich PI-Autor Michael Stürzenberger damals direkt auf den Blog "Der Nonkonformist", quasi als Referenz. Und was da so alles geschrieben wird, spottet jeder Beschreibung, und reicht von der direkten Holocaustleugnung ("Nonkonformist"-Autor Winkler wurde deswegen rechtskräftig verurteilt) bis hin zum Rassismus und zur Judenfeindlichkeit.


Der sympathische Herr Winkler: blond und blauäugig , der Mann Ihres Vertrauens.
Ausserdem hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie...wie...Herr Göring.

Darauf wollen wir hier aber gar nicht eingehen. Denn auch ohne einen der Artikel zu lesen -was wir eigentlich niemandem zumuten wollen und auch selbst ungern tun, es sei denn, wir wollen mal wieder lachen- kommt man schon bei Betrachten der Homepage Heimseite nicht umhin, sich am Kopf zu kratzen und sich zu fragen, um wieviel hundert WinklerWinkelgrade bei diesen Leuten das menschliche Denken eigentlich verdreht ist.

Denn ganz oben auf der "Nonkonformist"-Seite prangt ein "digitales Hausverbot". Okay, hier die Wiederholung: da prangt ein "digitales Hausverbot"! Und zwar für alle Einwohner der "BR Deutschland". Ja klar, schwer zu glauben, daher hier das entsprechende Bild.


Wir haben beim Nonkonformisten Hausverbot. Sie übrigens auch!

Das ist ein derartiger Schwachsinn, das kann nicht unkommentiert bleiben. Versuchen wir es einfach mal mit Logik: 

Unseren Informationen nach wohnt der führende Nonkonformist-Autor Michael Winkler in Würzburg. Und aus gut informierten Kreisen wurde uns zugetragen, dass Würzburg in Bayern liegt. Und Bayern (noch?) zum Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland gehört. Mithin ein Würzburger also auch Bürger der Bundesrepublik Deutschland ist.

- Wenn dieses "digitale Hausverbot" wie oben erwähnt aber für "Bürger der Bundesrepublik Deutschland" gilt, dann gilt das doch auch für Herrn Winkler, oder? Oder darf der nette Herr Winkler, der u. a. das Tagebuch der Anne Frank als "Fälschung" bezeichnete, auf diesem Blog zwar schreiben...seine eigenen Beiträge aber aufgrund des Hausverbots nicht lesen?

- Oder ist dieser auf deutsch (!!) geschriebene Blog etwa nur für Ausländer gedacht? Ähm...also Leute, die NICHT Bürger der BR Deutschland sind? Zum Beispiel...sagen wir...Nigerianer? Oder Australier? Oder...Iren? Oder Kanadier? Oder was?

- Oder ist das anders zu verstehen, und Herr Winkler, der auch wegen Volksverhetzung vorbestraft ist und sich selbst als "Monarchisten" (!!) bezeichnet, betrachtet sich gar nicht als "Bürger der BR Deutschland"? 
Ist er vielleicht einer von denen, die glauben, die "BR Deutschland" wäre gar kein Staat, wie etwa die Schwachmaten der verschiedenen "Reichstheoretiker", die dann als "Aussenminister" oder gar als "Reichspräsident" auftreten (drunter gehts ja wohl nicht)?

Amtsausweis der "Aussenministerin des Deutschen Reiches" Tina Wendt
Tip an Frau Wendt: Wer das "Deutsche Reich" nach aussen vertritt, sollte vielleicht auch Deutsch können. 
Es heisst nämlich "Dienstrang" und nicht "Diensrang".

WENN dem aber so wäre: WARUM bezieht man sich dann in diesem "digitalen Hausverbot" haufenweise auf Urteile von DEUTSCHEN (!!) Gerichten, deren Legitimation man dann doch ablehnen müsste?!?
Man akzeptiert sie, weil sie in ihrem Sinne sind...aber wenn die gleichen Gerichte sie wegen Volksverhetzung verurteilen, wollen sie ausserhalb des Gesetzes stehen?

"Wir machen uns die Welt...widde widde wie...."

Also bitte...wer will so was ernstnehmen, wenn die schon an den einfachsten logischen Hürden scheitern und schon bei den Grundlagen Widersprüche produzieren?? Un noch nichma doitsch können?

Wir vermuten -wie so oft bei derart kranken Argumentations-Attrappen- klinische Gründe.

So long

Der Falke





PS.: Wir haben Selbstanzeige eingereicht bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen "digitalen Hausfriedensbruchs". Wir erwarten unsere Festnahme.




Montag, 3. Oktober 2011

Der Spagat in eigener Sache

oder

Sind wir nun rechtsradikale Rassisten oder gehören wir zu "Tscheka" und "Stasi"?

Ja Servus,

mal kurz was in eigener Sache:

wenn jemand uns eine bestimmte Eigenschaft zuordnet, und jemand anderes uns eine dem völlig entgegengesetzte Eigenschaft zuordnet...dann KÖNNEN BEIDE unrecht haben. Aber EINER von beiden MUSS sich irren.

Was war passiert?

Mit unserem Artikel über Herrn Thiergart hatten wir aufzeigen wollen, dass dieser sich eines Begriffsarsenals bedient, welches kongruent ist zu dem der rechtsextremen Szene, wie zB dem der NPD. Das hatten wir auch nachgewiesen. Und was sehen wir da auf der Hauptseite von Thiergarts Blog "fakten-fiktionen.de"? Herr Thiergart bezeichnet uns als 
- "grundlinks"
- von "Tscheka" und "Stasi" gesteuert (Ach...die Stasi gibts also noch?!?)
Unsere Einstufung in den Augen von Herrn Thiergart

Okay. So sind sie. Wer nicht auf ihrer Linie ist, ist ein "Linker", ein "Linksfaschist", ein "Linksgrüner", ein "Extremlinker" oder irgendsowas in der Richtung. Das gehört zur üblichen Schwarz-Weiss-Malerei dieses paranoiden und simplifizierenden Weltbildes. Das kennen wir schon. Wer nicht ihr Freund ist, ist ihr Feind. So weit, so ungut.

Aber dann passierte noch was anderes.

Bei der Recherche zum "Thiergart-Artikel", der auch die Nachweise ganz ganz hässlicher ausländerfeindlicher, nationalistischer und rassistischer Kommentare unterster Schublade enthielt, war uns damals die Blogroll ins Auge gefallen: wer von dieser in unseren (Falken-)Augen klar rechtsextremen Webseite aus so alles verlinkt wird. Da stand nämlich ein Name drauf, den wir da nicht vermutet hätten. Niemals!

Nun sind wir selbstverständlich erstmal davon ausgegangen, dass der-/diejenige, dessen/deren Blog da verlinkt war (und Stand heute noch verlinkt ist!), davon gar nix wusste. Also klickten wir auf diesen Blog, und fingen erstmal an, zu lesen. Und stellten fest, dass es (leider!) erstaunliche Formulierungskongruenzen gab zwischen diesem verlinkten Blog und der "islamophoben Blog-Szene" ("islamkritisch" wollen wir die Jungs und Mädels von "PI" nicht mehr nennen). 

Ja, und dann gingen wir auf die Kontaktseite und wiesen den/die Betreiber/in auf diese Formulierungskongruenzen und ähnlichen Begrifflichkeiten hin. Wir drückten unsere Verwunderung darüber aus, dass man sich begrifflich an die PI-Szene angenähert hatte, der wir leicht Rassismus nachweisen können. Und dass wir selbstverständlich davon ausgingen, dass man sich davon doch sicher distanziere. 
Und vergassen in unserem Eifer und unserem Schock ganz, dass wir doch auf die Verlinkung auf dieser rechtsextremen Thiergart-Seite hinweisen wollten...das sei doch sicher nicht erwünscht. 

Und was kam da zurück?

Eine Mail mit dem Betreff  "mieser Rassismus aus Ihrer Hütte" und in einem geradezu unflätigen Ton. Also, DAS haben wir nicht verstanden.

- WIR sind die Rassisten, weil wir lieb anfragen, warum man die gleichen Begriffe benutzt, wie nachweisbar rassistisch eingestellte Autoren?
- WIR sind die Rassisten, weil wir dem Blog PI in mindestens zwei Artikeln klaren Rassismus gegen Schwarze nachweisen?
Ein von uns aus in NOCH konzilianterem Ton geführter Mail-Dialog, um die Sache runterzukochen, brachte die Kommunikation keinen Schritt weiter. Sachlich wurde auf nichts eingegangen...auf gar nichts. Man schrieb uns sogar explizit, man werde unsere Beweisführung nichtmal lesen (obwohl man sich offenbar die Mühe gemacht hatte, unsere Team-Seite zu lesen...und obwohl der Rassismus bei PI eindeutig ist!). 
Der Vorwurf wurde einfach umgedreht, und man blieb im Ton zornig. Der Ruf, den der/die Blogbetreiber/in bei uns bislang genoss, war mit einem Schlag dahin. Er/Sie stürzte sich kopfüber von der Säule, auf der er/sie bislang bei uns stand. Schade. 

Sollten wir da jemanden getroffen haben? Warum sonst so ein Schmerzensschrei? Aber gut: eine Illusion weniger. Und eine Frage mehr: sind wir nun rechtsextreme Rassisten? Oder linksextreme Tschekisten? Geht eigentlich beides? Nee, oder?

Soviel zur Möglichkeit des menschlichen Geistes, sich selbst die Realität so hinzubiegen, wie man sie gerade braucht. Erstaunlich. Wir Menschen sind wohl tatsächlich die Krone der Schöpfung - DAS kann sonst keiner.

So long

Der "rechtsextremrassistische Linkstschekistenstasifalke"


Sonntag, 2. Oktober 2011

Der mittelmässige Schlagzeuger mit der Glaskugel

oder:

wie Don Henley die "Tea-Party" schon im Jahre 1977 angriff

Ja Servus,

seit Jahrzehnten sind viele von uns Fans der legendären "Eagles", und wir outen uns hiermit als musikalische Weichspüler. Hach, diese Melodien sind doch immer wieder schön, vor allem das Reunion-Konzert auf DVD aus dem Jahre 1994. Die produzieren da live auf der Bühne einen Sound, wie man ihn sonst nur von Studio-Aufnahmen kennt - wer kann das schon. Naja: der Drang zum Perfektionismus und die daraus entstehenden Reibereien waren ja auch einige der Gründe, weshalb sie sich Anfang der 80er Jahre getrennt hatten.


Seltenheitswert: alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder auf einem Bild
v. l.: Bernie Leadon, Joe Walsh, Don Henley, Timothy B. Schmit, Don Felder, Glenn Frey, Randy Meisner
Es fehlt lediglich der aktuelle Gitarrensupport Steuart Smith, der aber kein Bandmitglied ist


Der grösste Hit war natürlich "Hotel California", auch wenn dessen kryptischen Text bis heute keiner so richtig versteht. Texter und Sänger Don Henley faßte ihn vor kurzem kurz und knackig zusammen: "A journey from innocence to experience. That's it." Und machte damit den jahrzehntelang irrlichternden Spekulationen über versteckte Botschaften, Satanismus und was auch immer ein Ende. 

Musikalisch allerdings stammte Dieser Geniestreich von Don Felder, dem inzwischen gefeuerten Gitarristen der Band.

Don Felder mit seiner legendären Gibson EDS-1275 Doubleneck

Die oft diktatorisch agierenden Köpfe (und Gründer) der Eagles, Schlagzeuger Don Henley und Gitarrist Glenn Frey, sind nämlich überwiegend als Texter aktiv. Für die Kompositionen holten sie sich oft Verstärkung bei Joe Walsh, Don Felder, Jackson Browne oder JD Souther. Henley und Frey gelten auch an ihren Instrumenten als eher mittelmässig. Textlich und stimmlich jedoch sind die beiden zusammen Weltklasse. 

Don Henley (l.,), Glenn Frey

Henley und Frey warfen schliesslich Felder, der als einer der besten Rock-Gitarristen der Welt gilt und selbst Rockgrössen wie Tom Petty ("Tom Petty & the Heartbreakers") Unterricht gab, vor einigen Jahren aus der Band. Die Gründe sind offiziell nicht bekannt. Gerüchteweise soll es um viel Geld und Macht gegangen sein.

In der Eagles-Dokumentation, die vor kurzem auf den Markt kam, und in der alle (!) ungewöhnlich offen (!!) zu Wort kamen, sagte Henley sinngemäß, Felder habe mehr und mehr Leadgesänge übernehmen wollen. Er aber halte das für lächerlich: Leadgesang durch Felder bei "Victim of Love" sei in etwa so, als wenn er, Henley, das Gitarrensolo bei "Hotel California" spielen wolle.
Dennoch: Der sonst von den Eagles - Fans abgöttisch verehrte Henley musste sich wegen des Felder-Rauswurfs auch von den glühendsten Verehrern Kritik anhören, und entpuppte sich in Sachen Geld als unersättlich und rechtes menschliches A....

Viele Fans kritisieren auch, dass Henley und Frey Felders Ersatzmann, Steuart Smith, nicht als vollwertiges Bandmitglied aufnehmen. Obwohl Smith Felder nun schon seit fast 10 Jahren ersetzt, ebenfalls als einer der besten Gitarristen der Welt gilt, und den vielbeachteten und wunderschönen Hotel-California-Nachfolge-Song "Waiting in the weeds" komponierte. Der 2009 fast einen Grammy als "Bester Song" abgeräumt hätte...und das, obwohl er als Single nicht einmal ausgekoppelt war. Kommt auch eher selten vor, dass ein nicht ausgekoppelter Song überhaupt nominiert wird.

Joe Walsh (l.,), und Steuart Smith

Schon früher hatte das "All-American-Image" der Band gelitten: In Henleys Haus wurde in den 80ern eine zugekokste nackte 16jährige aufgefunden, Henley kassierte dafür eine Vorstrafe. Er hatte bis zu seiner Eheschliessung 1995 einen hohen Frauenverschleiss, und die vielen wechselvollen Affären, u. a.  mit der Schauspielerin Dana Delany ("Body of Proof", "Desperate Housewives") und der Sängerin Stevie Nicks ("Fleetwood Mac"), lieferten oft Inspirationen für Songtexte. 
Und Glenn Frey wird nachgesagt, er habe sich seine Nase mit Teflon ausgiessen lassen...anderenfalls habe er seine inwischen überstandene Kokainsucht wohl kaum überleben können. In der Eagles-Doku (s. o.) stehen alle auch ziemlich offen zu den wilden Zeiten der Band.

Henley galt aber andererseits auch als Spürnase für Talente: er beschäftigte schon spätere Superstars wie Axl Rose und Sheryl Crow als Backgroundsänger und Duettpartner, als beide noch völlig unbekannt waren. 

Diese ganzen oft hässlichen Geschichten ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass vor allem Henley als einer der begabtesten Texter und Rock-Poeten gilt, und zum Besten zählt, was seit Bob Dylan und Leonhard Cohen jemals Songtexte schrieb. Oft bringt er komplexeste Dinge und Gefühlslagen mit wenigen Worten auf den Punkt: "Waiting in the weeds", "New York Minute", "Everything is different now" oder der Anti-BILD-Zeitungs-Song "Dirty Laundry" sind nur wenige herausragende Beispiele.
Und für das textlich ebenso brillante wie brisante "The End of the Innocence", den Abgesang auf den amerikanischen Traum, räumte Henley Ende der 80er Jahre sogar Solo-Grammies ab. Bruce Hornsby, der dazu die Melodie geschrieben hatte, sagte später oft in Interviews, er hätte den Song gern selbst gesungen.

Plattencover "The End of the Innocence", Don Henley, 1988

Der alles überstrahlende Erfolg von "Hotel California" aber liess den Song "The Last Resort" vom gleichen Album ein wenig verblassen. In dem Song nimmt Henley als massgeblicher Texter eine Entwicklung vorweg, die in den USA heute stärker denn je durchschlägt. Mitten im grössten Erfolg veröffentlichten die Eagles damals einen sehr kritischen und zeitlosen, weil noch immer hochaktuellen Song, der sie selbst und ihre Karriere hätte sehr beschädigen können.
Vielleicht war man damals ja noch toleranter...es sei daran erinnert, welche öffentliche Prügel die "Dixie Chicks" 2003 für ihre Kritik an George W. Bush einstecken mussten: ihre CD's wurden von Bulldozern überfahren, und ihre Songs wurden im Radio eine Zeitlang glatt boykottiert.

Die aktuelle Besetzung:
v. l. Timothy B. Schmit (bass, lv, bv), Joe Walsh (lg, rg, org, lv, bv), 
Glenn Frey, (bg, rg, lv, bv, pi), Don Henley (dr, rg, perc)

Im MTV-unplugged-Konzert 1994 sagt Henley "The Last Resort" an mit den Worten: "You've heard, how the west was won. This is a song about how the west was lost."
Henley kritisiert darin, dass die Amerikaner mit ihrem Drang, neue Welten zu entdecken, nach und nach die vorhandenen "Paradiese" zerstören ("Some people came and raped the land..."). Und stellt fest, dass es nun ja keine neuen Paradiese mehr zu entdecken gibt ("...there are no more new frontiers, we have got to make it here...").
Also flüchtet man sich nun in das Paradies, dass in der Bibel verheissen wird. Aber: wer weiss schon, wie es "da oben" ist? Und: was werden die Menschen aus diesem Paradies machen? Werden sie es genauso zerstören, wie die Paradiese hier auf Erden?

Und dann kommt der Angriff auf die damals noch gar nicht existenten Neo-Cons, die ebenfalls noch ungeplante "Tea-Party-Bewegung" und die Evangelikalen:
"...We satisfy our endless needs
 and justify our bloody deeds
 in the name of destiny
 and in the name of God.
 And you can see them there
 on Sunday morning.
 They stand up and sing about
 what it's like up there.
 They call it 'paradise'
 I don't know why.
 If they call some place 'paradise'
 ...kiss it goodbye!"
"The last resort"- The Eagles, 1977 (!).
Grossartig.

So long

Der Falke